Corona Virus und Impfungen gegen Krankheiten

Doppelwelle - saiso­nale Grippe oder die Masern

Influenza- und Pneumokokken-Impfung für Risikogruppen empfohlen :

Um zusätzliche Infekte der Atemwege oder eine Superinfektion zu vermeiden, empfiehlt das Robert Koch Institut für alle Risikogruppen die Impfung gegen Influenza und Pneumokokken. ( es gibt zur Zeit genügend Impfstoff )

Besteht jedoch bereits der Verdacht einer Corona-Infektion, sollte nicht mehr geimpft werden.

Risikogruppen sind alle Patienten mit chronischen Erkrankungen wie z.B.:

  • Diabetes mellitus
  • Kreislauferkrankungen - KHK / Hypertonus / Z.n.Apoplex
  • Krebserkrankungen 
  • Lungenerkrankungen - COPD / Asthma bronchial
  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken. Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.
  • Welche Kombination von Risikofaktoren mit weiteren (Lebens-)Umständen ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf bei COVID-19 darstellen, ist noch nicht hinreichend bekannt.

WHO-Regio­nal­­direktor für Europa, Hans Kluge : "Europa muss sich jetzt auf zweite Welle vorbereiten"

Besonders besorgt äußerte sich der WHO-Regionaldirektor über die Möglichkeit einer „Doppelwelle“. In dem Fall könne man eine zweite COVID-19-Welle haben und eine saiso­nale Grippe oder die Masern.

Corona Impfstoff : 

Noch existiert kein solcher Impfstoff. Weltweit gibt es laut dem Verband forschender Pharma-Unternehmen aber mehr als 120 Impfstoffprojekte. Ob ein Impfstoff noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht werden kann, gilt als fraglich.

wenn es einen Impfstoff gibt :

Als Erstes müssen folgende Menschen geimpft werden : 

  • Alten- und Pflegeheimen Bewohner
  • Mitarbeiter in den Kliniken und Praxen

Impfstoffentwickler : 

  • BioNTech aus Mainz - Kooperation mit Pfizer /  Fosun Pharma
  • CureVac aus Tübingen - Kooperation Janssen (Johnson & Johnson)
  • Universität Oxford Kooperarion mit AstraZeneca

  • Moderna, USA

  • SinoVac , China 

 

Menschen die sich nicht impfen lassen : 

Es wird Leute geben, die sich nicht impfen lassen wollen. Infizieren sie sich, sind sie eine Gefahr für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. Wir müssen deshalb möglichst viele Menschen impfen.

  • Im April und im Juni befragten Wissenschaftler der Universität Hamburg mehr als 7000 Menschen in sieben europäischen Ländern:
  • Die Bereitschaft, sich zum Schutz vor einer Corona-Infektion impfen zu lassen, sinkt.
  • Von 74 Prozent im April schmolz sie europaweit auf 68 Prozent im Juni.
  • Am deutlichsten war der Rückgang in Deutschland und Frankreich,

Herdenimmunität :

  • Der Preis für eine solche Herdenimmunität wäre extrem hoch.
  • Um die Ausbreitung der Pandemie zu stoppen, müssten zwei Drittel der Erdbewohner, also rund fünf Milliarden Menschen, die Infektion durchmachen.
  • Es wäre mit 30 Millionen Toten zu rechnen.
  • Und selbst wenn man diesen Blutzoll in Kauf nähme, entsteht die Herdenimmunität nur, wenn die Infektion tatsächlich anhaltende Immunität erzeugt.

Impfungen Historie : 

Polio : 

  • Fast hundert Jahre dauerte etwa der Kampf gegen die Kinderlähmung, und noch immer ist deren Erreger nicht vollständig eliminiert.
  • Die ersten drei PolioImpfstoffe wurden in den 1930er-Jahren konzipiert und scheiterten – zwei waren wirkungslos, einer sogar tödlich.  
  • 1961 wurde die Schluckimpfung eingeführt, mit der weltweit Impfkampagnen forciert wurden.
  • Den letzten Polio-Fall meldeten die USA 1971,
  • in Deutschland gab es noch 1990 einen Infizierten
  • seit 2002 gilt Europa als Polio frei

Windpocken und Gürtelrose :

  • 28 Jahre dauerte es, bis die Impfung gegen Windpocken und Gürtelrose einsatzfähig war

Masern Mumps Röteln: 

  • elf Jahre dauerte die Entwicklung der nun routinemäßig verabreichten MMR Impfung (gegen Masern, Mumps, Röteln)

Ebola Virus : 

  • die erste Vakzine gegen das gefürchtete Ebola-Virus wurde erst 2019 zugelassen, fünf Jahre nach dem schweren Ausbruch in Westafrika 2014.

Rota Virus :

  • 15 Jahre arbeiteten Wissenschaftler an der Impfung gegen Rotaviren, die bei kleinen Kindern schwere Brechdurchfälle verursachen;

Hepatitis C; Malaria, Aids - Keine Impfungen gibt es gegen : 

  • Hepatitis-C Virus 
  • Malaria-Erreger 
  • Aids-Virus.

( teilweise wurden Informationen der  Zeit vom 23. JULI 2020 DIE ZEIT No 31 - Autoren ULRICH BAHNSEN UND EDDA GRABAR - entnommen. )

Bill Gates Zitat : 700.000 Opfer durch Corona-Impfung?

Wie ein Zitat von Bill Gates aus dem Kontext gerissen wurde. Ein Impfstoff sollte keine Nebenwirkungen haben : Gates sagte keine Opfer voraus. Er sagte auch nicht, dass man Opfer irgendwie in Kauf nehmen müsse. Sondern er rechnete in dem Interview vor, warum ein Impfstoff keine Nebenwirkungen haben sollte: Selbst wenn nur eine Person unter 10.000 Nebenwirkungen hätte, müssten – auf die Weltbevölkerung mit sieben Milliarden Menschen hochgerechnet – 700.000 Menschen darunter leiden.