Masern

In diesem Jahr wurden global bereits rund 364.800 Masern-Erkrankungen gemeldet, die meisten davon (ca. 177.500 Fälle) in der WHO-Region Afrika.

Bereits auf Platz 2 findet sich die Region Europa mit rund 90.000 Erkrankungen. 

Die Gesamt-Fallzahl aus dem Jahr 2018 (rund 328.700 Masern-Erkrankungen weltweit) ist damit bereits übertroffen. Betrachtet man die erste Jahreshälfte, so wurden 2019 dreimal mehr Masern-Fälle verzeichnet als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, zudem sind es die höchsten Fallzahlen in diesem Zeitraum seit 2006.

Im vergangenen Jahr wurden in der WHO-Region Europa rund 84.500 Masern-Erkrankungen gemeldet, in diesem Jahr waren es in den ersten sechs Monaten bereits mehr als 90.000. Betrachtet man jeweils die erste Jahreshälfte, so haben sich im Jahr 2019 die Fallzahlen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt (2018: rund 44.200 Erkrankungen im ersten Halbjahr). Damit setzt sich ein besorgniserregender Trend fort, denn die Fallzahlen 2018 waren bereits etwa dreimal so hoch wie im Vorjahr und sogar ungefähr 15-mal so hoch wie im Jahr 2016.

Masern Brasilien

Masern: Ende August ist in der Stadt São Paulo ein 42-jähriger Mann verstorben. Seit Anfang des letzten Jahres wurden landesweit ca. 11.370 Infektionen und 12 Todesfälle gemeldet. Besonders betroffen waren im Vorjahr die nördlichen Bundesstaaten Amazonas und Roraima. Erstmals seit 18 Jahren wurden Anfang Juli 2018 auch im Bundesstaat Rio de Janeiro Infektionen registriert. Aktuell werden die meisten Fälle aus dem Bundesstaat São Paulo gemeldet. Die Ausbrüche gehen vermutlich auf aus Venezuela importierte Fälle zurück. Impfschutz beachten.

 

FSME

Russland

Zecken: Während der warmen Jahreszeit besteht ein Risiko für zeckenübertragene Krankheiten. FSME: Betroffen ist der gesamte eurasische Waldgürtel bis zum fernen Osten. Bei vorhersehbarer Exposition FSME-Impfung empfohlen, diese ist auch gegen die sibirische Variante des Virus wirksam. Borreliose: Mit einem Risiko ist landesweit zu rechnen. Aus dem Süden des Landes wurden in diesem Jahr bereits 79 Fälle von Krim-Kongo hämorrhagischem Fieber gemeldet. 3 Menschen sind verstorben. Expositionsprophylaxe (z.B. Repellentien, bedeckende Kleidung) und frühzeitige Zeckenentfernung sind empfehlenswert.

zuletzt aktualisiert: 09.07.2019

 

Ebola

Kongo, demokratische Republik

Ebola hämorrhagisches Fieber (EHF): Mit 2.489 Fällen in den nordöstlichen Provinzen North Kivu und Ituri hat sich der Ausbruch zum bisher größten im Land und zum zweitgrößten weltweit entwickelt. Seit Juli sind im Norden der Provinz North Kivu (NO) 2.250 Menschen an einem hämorrhagischen Fieber erkrankt und 1.528 von ihnen verstorben. Mitte Juli wurde erstmals in der Provinzhauptstadt Goma eine Infektion bestätigt. In der benachbarten Provinz Ituri (NO) wurden 239 Erkrankungen mit 137 Todesfällen verzeichnet. Die betroffenen Regionen liegen in einem Konfliktgebiet, was die Hilfsmaßnahmen erschwert. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Kliniken und Behandlungszentren.

zuletzt aktualisiert: 17.07.2019

japanische Encephalitis

Indien

Enzephalitis: In den ersten 6 Monaten dieses Jahres gab es im Bundesstaat Assam 69, im Bundesstaat Tamil Nadu 65 und im Bundesstaat Odisha 55 Erkrankungen, landesweit wurden 321 Fälle gemeldet. 30 Menschen sind verstorben. Nach offiziellen Angaben sind im vergangenen Jahr 1.674 Menschen an Japanischer Enzephalitis (JE) erkrankt, es gab 182 Todesfälle. Die meisten Infektionen wurden aus Uttar Pradesh (N), Assam (O) und Tamil Nadu (S) gemeldet. Expositionsprophylaxe und evtl. Impfung durchführen!

zuletzt aktualisiert: 17.07.2019

Influenza

Australien

Influenza: In mehreren Bundesstaaten, u.a. South Australia, New South Wales und Queensland wurden schon seit April ungewöhnlich viele Grippe-Fälle gemeldet. Auf Tasmanien wurden bereits mehr Infektionen registriert als im gesamten Vorjahr. Inzwischen hat sich die Grippewelle über das ganze Land ausgebreitet. Bis Anfang Juli wurden landesweit etwa 130.050 Infektionen bestätigt, 2018 waren es zu dieser Zeit ca. 16.100. Rund 230 Menschen sind verstorben. In der Regel beginnt die Grippesaison auf der Südhalbkugel im Juni. Risikoreisende sollten Impfschutz beachten.

zuletzt aktualisiert: 09.07.2019

Masern

Japan

Masern: Seit Jahresbeginn wurden landesweit mindestens 566 Erkrankungen gemeldet. Es ist die höchste Zahl im Vergleichszeitraum seit 10 Jahren. Besonders betroffen sind die Präfekturen Osaka, Tokyo, Kanagawa und Aichi. Es sind überwiegend Personen im Alter zwischen 15 und 39 Jahren betroffen. Impfschutz beachten.

zuletzt aktualisiert: 07.06.2019

Schlafkrankheit

Sambia

Schlafkrankheit: Im Juni ist eine 19-jährige Deutsche nach einem Aufenthalt im Südluangwa-Nationalpark im Osten Sambias erkrankt. Solche Fälle kommen immer wieder vor. Die afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit) kommt in Sambia regelmäßig vor; insbesondere bei Aufenthalten in den Nationalparks besteht Infektionsgefahr. Schutz vor Tsetse-Fliegen beachten.

zuletzt aktualisiert: 09.07.2019

Japanische Enzephalitis

Taiwan

Japanische Enzephalitis: Die Hauptübertragungszeit liegt zwischen den Monaten Juni und August. In diesem Jahr wurden bereits 12 Infektionen gemeldet. Mückenschutz beachten und ggf. Impfung erwägen.

zuletzt aktualisiert: 14.06.2019

Masern

USA

Masern: Seit Oktober 2018 wurden in den benachbarten Bundesstaaten New York und New Jersey mehrere Ausbrüche gemeldet. In diesem Jahr sind in 28 Bundesstaaten bisher 1.109 Menschen erkrankt. Es ist der größte Ausbruch seit dem Jahr 1992. Lokale Cluster kommen immer wieder vor, Reisende sollten ihren Impfschutz vor der Abreise überprüfen.

zuletzt aktualisiert: 09.07.2019

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