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Gelbfieberimpfstelle

Vor Ihrer Reise nach Afrika oder Amerika lassen Sie sich gegen Gelbfieber impfen.

Die Gelbfieber-Impfung ist eine typische Reiseimpfung. Sie wird in Deutschland mit einem Lebendimpfstoff durchgeführt, der bereits nach zehn Tagen einen ausreichenden Schutz bietet, der circa zehn Jahre bestehen bleibt. Die Impfung kann nur in staatlich autorisierten Gelbfieberimpfstellen durchgeführt werden. 

Meine Praxis ist zugelassene Gelbfieberimpfstelle.

Ich führe diese Impfung in meinen Praxen in Gleichen- Bremke und Göttingen durch.

Wir haben genügend Gelbfieberimpfstoff vorrätig.

Gelbfieber stellt nach wie vor eine lebensbedrohliche Infektionskrankheit dar. Insgesamt 47 Länder gelten als Länder mit Gelbfieber Endemiegebieten. Einer Untersuchung zufolge kam es im Jahr 2013 zu zwischen 84.000-170.000 schwerwiegende Gelbfieber-Erkrankungen und 29.000-60.000 Todesfällen. Weltweit treten jährlich schätzungsweise 200.000 Gelbfieber-Fälle auf – darunter geschätzt 30.000 Todesfälle. 90% aller Infektionen treten in Afrika auf.

Das Gelbfieber wird durch Viren (sog. Flavivirus febricis) verursacht. Zu Beginn der Erkrankung treten grippeähnliche Beschwerden auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu Fieber, inneren Blutungen, Gelbsucht und Nierenschäden. Rund 15% entwickeln einen ernsten Krankheitsverlauf, wiederum die Hälfte dieser Patienten verstirbt. Gefährdet sind Personen, die in Gelbfieber-Risikogebieten leben (Einheimische) oder die Risikogebiete besuchen (Reisende). Für Reisende, die ungeimpft sog. "Nicht-Immune" sind, endet die Erkrankung in 50-60% der Fälle tödlich.

Die Gelbfieberimpfung sollte spätestens 10 Tage vor Ihrer Abreise erfolgen. Ihr Impfschutz und das Impfzertifikat in Ihrem Impfpass sind 10 Tage nach erfolgter Impfung gültig.

Der Impfstoff ist gemäß Hersteller nicht für Säuglinge unter 6 Monaten geeignet. An Schwangere sollte der Impfstoff nur nach strenger Risiko-Nutzen-Abwägung verabreicht werden. Bei Personen ab dem 60. Lebensjahr ist wegen eines erhöhten Risikos schwerer Nebenwirkungen die Indikation für eine Erstimpfung streng zu stellen. Nicht geimpft werden sollten abwehrgeschwächte Personen (beispielsweise mit einer HIV-Infektion). Zurückhaltung und strenge Indikationsstellung ist bei Patienten mit einer Hühnereiweißallergie angebracht, da der Impfstoff auf Hühnerembryonen gezüchtet wird. Hierbei kann ggf. unter stationärer Beobachtung im Krankenhaus geimpft werden. Bei zurückliegender Verabreichung von Immunglobulinen (=passiver Immunisierung) muss ein Abstand von mindestens 3 Monaten zur Gelbfieberimpfung eingehalten werden. Andere Lebendimpfstoffe (Mumps, Masern, Röteln) sollten entweder gleichzeitig mit der Gelbfieberimpfung oder im Abstand von 4 Wochen davor oder danach verabreicht werden. Für die Dauer von 4 Wochen nach der Gelbfieberimpfung sollte man kein Blut spenden, um das Impfvirus nicht an den Transfusionsempfänger weiterzugeben.

Länder mit Gelbfieberrisiko in Afrika :

Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Benin, Burkina Faso, Burundi, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Republik Kongo, Demokratische Republik Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sao Tomé & Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Tansania, Togo, Tschad, Uganda und Zentralafrikanische Republik

Als Länder mit geringen Gelbfieber-Übertragungsrisiko gelten: Sambia, Tansania, Eritrea, Somalia und Sao Tome & Principe.

commons.wikimedia.org/wiki/File%3AGelbfieber_in_Afrika_2010_CDC.svg

Länder mit Gelbfieberrisiko in Mittel- und Südamerika:

Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch Guayana, Guayana, Kolumbien, Panama, Peru, Surinam, Venezuela, Trinidad & Tobago, Argentinien und Paraguay

Kontraindikationen (Gegenanzeigen) :

  • akute, schwere, fieberhafte Erkrankungen
  • Immundefekte oder Immunsuppression
  • Dysfunktion des Thymus bzw. Zust. n. Thymektomie (Entfernung des Thymus/Bries)
  • Schwangere* [Impfung nur bei eindeutiger Indikation und nach sorgfältiger Risiko-Nutzen-Abwägung]
  • Stillende
  • Säuglinge unter sechs Monaten
  • Personen mit einer Hühnereiweißallergie bzw. Allergie auf Impfstoffbestandteile 

Nebenwirkungen/ Impfreaktionen :

  • Enzephalitis (Gehirnentzündung)
  • Enzephalopathie – Nicht-entzündliche Veränderung des Gehirns mit variabler Symptomatik wie beispielsweise Kopfschmerzen